Imbbpro wartet auf 2022

Liebe Imbbprovisatoren! Der Workshop wird erst wieder im nächsten Jahr (2022) stattfinden. Die sechs imbbpro-Dozenten werden sich in diesem Herbst zu einem intensiven Fortbildungswochenende treffen, um neue Horizonte der Ensembleimprovisation zu erkunden. Ergebnisse der Entdeckungstour werden im Gottesdienst am Sonntag, 10. Oktober um 10.15 in der Christuskirche zu hören sein.

Christian Schauerte (Organisator Imbbpro)

Nachruf Patrik Becker 19.07.1962 – 25.07.2021

Ich kann mich noch genau an mein erstes Konzert in der Real-Live-Jazz Reihe erinnern: Patrik war der erste der da war, sich um alles gekümmert hat und der letzte der mit einem Schlagzeugkoffer von mir unter dem Arm gegangen ist. Das war vor 11 Jahren, jetzt verliere ich einen Freund.

Hier ein Nachruf von meinem guten Freund Riaz Khabirpour, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Seit 13 Jahren kenne ich Patrik Becker und in dieser Zeit ist er mir ein guter Freund geworden. Ich durfte auf den Bühnen, die er bereitstellte als Musiker wachsen, war beeindruckt von seiner kraftvollen, anpackenden und lösungsorientierten Art.

Er war ein Macher aber gleichzeitig ein sehr sensibler und einfühlsamer Mensch. Er war fest verwurzelt in seinem Veedel, FC Köln Fan und gleichzeitig ein Weltenbummler der überall zu Hause war. Patrik hat mein Leben nachhaltig berührt und nicht nur meines. Auch das von zahlreichen Menschen und Musiker*innen, die ihn mit seinem offenen, herzlichen, humorvollen und wertschätzenden Wesen ins Herz geschlossen haben.

Patrik ist 1962 in Frechen geboren und aufgewachsen, hat dort Abitur gemacht und begann nach dem Zivildienst eine Lehre zum Schreiner. Schon während seiner Ausbildung zog es Patrik in die Ferne. Er reiste nach Portugal, und einige Zeit später mit einem Freund quer durch die USA. Nach seiner Ausbildung bereiste Patrik Brasilien doch zog es ihn bald wieder zurück in die USA. Dort arbeitete er in Boston, Denver und New Orleans als Schreiner. Insbesondere New Orleans, mit seiner reichen, lebendigen Musikszene, hinterließ bei Patrik einen tiefen Eindruck. Auch lernte er über seine spätere Ehefrau Bridget Wilson-Becker den Jazzgitarristen Brian Seeger kennen, zu dem er eine innige Freundschaft aufbaute. Sowieso liebte es Patrik neue Menschen kennenzulernen und integrierte sich schnell in seine jeweilige Umgebung. In New Orleans war er bald nicht nur als fähiger Handwerker sondern auch als ausgezeichneter Fußballer bekannt.

Zurück in Deutschland fand sich Patrik bald in der Rolle eines Veranstalters wieder. Brian Seeger tourte regelmäßig in Europa und immer, wenn er ein paar Tage frei hatte, organisierte Patrik ein Konzert in Köln oder bei seinem Bruder Michael in Annweiler. So reifte langsam der Gedanke in Patrik regelmäßig Konzerte in Köln zu veranstalten und mündete in der Geburt der Reihe Real-Live-Jazz die im ABS in Köln-Klettenberg stattfand. Patrik steckte sehr viel Herzblut in die Reihe. In der Anfangszeit druckte er tausende Flyer und verteilte sie im ganzen Veedel um so Publikum für die Konzerte zu generieren. Er betreute die Website, kümmerte sich um die GEMA, schrieb sogar Bandtexte für die Konzerte. An den jeweiligen Konzertabenden räumte er oft eigenhändig Tische und Stühle weg, um Platz für die Bühne zu schaffen, begrüßte die Musiker, gab ihnen das Gefühl willkommen zu sein und achtete darauf, dass Essen und Trinken rechtzeitig vor Konzertbeginn bestellt wurden. Von Spannungen und Konflikten im Hintergrund, wenn z.B. das Personal nach einer langen Disco Nacht im ABS am Vortag nicht besonders motiviert war, bekamen Publikum und Musiker*innen nichts mit. Diesen ganzen Aufwand betrieb Patrik neben seiner Arbeit als vielbeschäftigter Handwerker und das bedeutete oft kurze Nächte. Wenn ein Auftrag besonders anstrengend war und er sich am Sonntag müde ins ABS schleppte, war es die Musik die ihn erfüllte und ihm Glücksmomente brachte. Dieses Erlebnis mit anderen zu teilen verlieh seinem Leben Sinn.

Ein weiterer wichtiger Teil seines Lebens war die Beziehung zu seinem Sohn Sean. Sean war Patriks absoluter Lebensmittelpunkt. Auch hier zeigt sich Patriks Freude an dem Besonderen. So baute er für den jungen Ritterfan ein Ritterzelt, um einen Rittergeburtstag zu feiern, oder lud mit Sean, als er sich für den Singer-Songwriter Chadwick Stokes interessierte, diesen zu einem Schreinerei-Konzert ein. Sowieso griff Patrik alle Interessen Seans begeistert auf. 

Lieber Patrik,
Du hast der Welt soviel von Dir gegeben!
Dein unerwarteter Tod kam viel zu früh, aber Dein Leben war ein reiches und erfülltes.
Danke, dass wir ein Teil davon sein durften.
In unseren Herzen lebst du weiter!

Riaz Khabirpour

CD Präsentations Konzerte „How does Origami sound?“

Im Oktober 2020 haben wir mit KOi eine neue CD aufgenommen. Und da es ja irgendwann auch mal wieder etwas bergauf gehen muss, hoffen wir die neue CD (die super geworden ist wie ich finde!) Ende diesen Sommers vor Publikum musizieren zu dürfen. Man habe ich Lust endlich mal wieder live für Publikum zu spielen!

Die Kunst des Origami nutzend – die Visualisierung und das Verständnis der Faltungsprozesse zusammen mit den philosophischen Aspekten dieser alten japanischen Kunstform – führt zu einem grundlegenderen Verständnis von Logik und Schönheit. Bassist Matthias Akeo Nowak, geboren in Berlin, aus einer Familie mit japanischer Herkunft, ist in einem weiten Feld zeitgenössischer improvisierter Musik und Jazz verwurzelt. Derzeit schreibt er Musik für sein neues Projekt „Koi-Trio feat.“, ein flexibles Septettformat mit seinem Trio und vier herausragenden Gastmusikern.

Konzerte

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Bildungsprojekt: Schüler*innenkonzert 2021 – Die Musikeuropameisterschaft

In Zusammenarbeit mit Netzwerk Musikvermittlung e.V. und der Uni Köln gibt es dieses Jahr wieder ein Projekt mit Jazz mit Kick. Wie beim letzten Programm „Das Geheimnis vom Sound des Jazz“ erklärt dieses Mal die Ratte Martin den Kindern was Musik mit Fußball zu tun hat.

Gestreamt wird das Ganze am 24. & 25. Juni für die Kinder der teilnehmende Kölner Grundschulen.

Das bislang zweifach erfolgreich umgesetzte Projekt umfasst ein partizipatives Kinderkonzert sowie auf dieses Konzert vorbereitende Schulworkshops, die auch in diesem Jahr erneut ca. 450 Kölner Grund- und Förderschulkindern partizipativ und altersgerecht die Begegnung mit dem Genre „Jazzmusik“ ermöglichen. Der Höhepunkt ist dabei das als partizipatives Erlebnis konzipierte Schüler*innenkonzert. Dieses findet pandemiebedingt in 2021 nicht in der Universität zu Köln, sondern auf den Schulhöfen der teilnehmenden Schulen statt. Für weitere pandemiebedingte Einschränkungen sind jeweils digitale Alternativen geplant.

Es ist dem Verein ein großes Anliegen, mit unserem musikpädagogischen Projekt Chancengerechtigkeit und Teilhabe unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft, Bildungshintergrund und Förderbedarf zu gewährleisten, sodass auch Kinder, die bisher weniger an musikalischen Förderprogrammen teilnehmen konnten, die Möglichkeit erhalten, gemeinsam Musik zu machen und Teil eines großen partizipativen Musikerlebnisses zu werden. Daher finden Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf sowie mehrere Förderschulklassen besondere Berücksichtigung in dem Projekt. Das Ergebnis ist ein dem Inklusionsgedanken verpflichteter, chancengerechter Zugang zur musikalischen Welt des Jazz. Die kostenlose Teilnahme am Projekt wird für alle Schüler*innen sichergestellt. 

Netzwerk Musikvermittlung e.V.

So sieht im Moment der Inhalt meines Schlagzeugbuches aus. In den Anhängen könnte sich aber noch das ein oder andere ändern.